Rund 150 Menschen gehen rückwärts für das Platzertal
Am Freitagnachmittag, dem 13. März 2026, versammelten sich rund 150 Menschen im Innsbrucker Waltherpark, um gemeinsam ein ungewöhnliches Zeichen zu setzen: Beim sogenannten „Slow Walk“ der Initiative Rettet das Platzertal marschierten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer rückwärts durch die Innsbrucker Innenstadt – als symbolischen Protest gegen eine Energiepolitik, die nach Ansicht der Organisatoren einen Schritt zurück statt nach vorne bedeutet.
Begleitet vom StreetNoise Orchestra

Begleitet vom StreetNoise Orchestra zog der bunte Demonstrationszug vom Waltherpark über die Innbrücke, durch den Marktgraben und die Maria-Theresien-Straße bis zum Boznerplatz. Zahlreiche handgefertigte Schilder brachten die Botschaft auf den Punkt: „Platzertal statt Profit“, „Energiewende ohne Zerstörung“ und „Das Moor bleibt im Platzertal“ waren nur einige der Aufschriften, die das Stadtbild für kurze Zeit prägten.
Energiewende ohne Zerstörung
Hintergrund der Aktion ist das geplante Ausbauvorhaben der Tiroler Wasserkraft AG (TIWAG): Im Platzertal, einem der letzten unberührten Hochtäler der Ostalpen im Gemeindegebiet von Pfunds, soll ein rund 120 Meter hoher Staudamm einen Speichersee für ein neues Pumpspeicherkraftwerk schaffen. Das Hochtal beherbergt einen der größten zusammenhängenden hochalpinen Moor- und Feuchtgebietskomplex Österreichs. Das UVP-Verfahren für Vorhabensteil 1 läuft seit Herbst 2025.

Am Boznerplatz fanden abschließende Kundgebungen der Initiative Rettet das Platzertal sowie von WET Tirol (Wasser Energie Tirol) statt. Den Abschluss bildete ein Buffet, das von den Organisator:innen der Initiative Rettet das Platzertal und dem Freundeskreis der Flüchtlinge Volders (www.freundeskreis-fluechtlinge-volders.at) organisiert wurde – ein Zeichen, dass sich hinter der heutigen Veranstaltung ein breites gesellschaftliches Bündnis versammelt.
Druckfähiges Bildmaterial steht Medienvertreter:innen auf Anfrage zur Verfügung.





























