Lesung und Diskussion bei Patagonia Innsbruck
Am 13. Jänner 2026 verwandelte sich das Innsbrucker Sportbekleidungsgeschäft Patagonia in einen Ort des Engagements und der Begegnung. Der Abend wurde zu einem eindrucksvollen Zeugnis dafür, wie viele Menschen dieses einzigartige Hochtal im Herzen Tirols bewegt.
Den Auftakt machte Naturfotograf Sebastian Fröhlich, der sein Buch „Das Platzertal – Ein bedrohter Schatz in Tirol“ vorstellte. In beeindruckenden Bildern zeigte er, was auf dem Spiel steht: eine der letzten großen unberührten Hochgebirgslandschaften Österreichs, mit ihrer stillen Schönheit, ihrer artenreichen Flora und Fauna, ihren kristallklaren Bächen. Fröhlichs Fotografien sind mehr als Naturdokumentation – sie sind ein Plädoyer für den Erhalt eines Ökosystems, das durch das geplante Pumpspeicherkraftwerk der TIWAG unwiederbringlich zerstört würde.
Maximilian Frey vom WWF Österreich
Maximilian Frey vom WWF Österreich beleuchtete die ökologischen und energiepolitischen Zusammenhänge. Der WWF setzt sich seit Jahren gegen den Ausbau des Kraftwerks Kaunertal ein und macht deutlich: Die Energiewende braucht keine neuen Pumpspeicher auf Kosten intakter Naturräume – sie braucht kluge Alternativen.
Anne Stevens von WET Tirol
Anne Stevens von WET Tirol ergänzte die Perspektive aus der regionalen Zivilgesellschaft. WET Tirol – Wasser Energie Tirol – engagiert sich für eine naturverträgliche Energiepolitik und vernetzt Initiativen, die sich für den Schutz der Tiroler Gewässer einsetzen. Gemeinsam mit Maximilian Frey stellte sie sich den Fragen des Publikums – und die waren zahlreich und kritisch.
Ebenfalls vor Ort: Filmemacher Harry Putz, bekannt durch seinen Dokumentarfilm „Bis zum letzten Tropfen – Tirol und die Wasserkraft“, der die drängenden Fragen rund um den geplanten Kraftwerksausbau und die Energiewende eindringlich in Szene setzt.
Der Abend schloss mit einer lebhaften Publikumsdiskussion – ein Zeichen dafür, dass das Thema Platzertal in der Innsbrucker Gesellschaft angekommen ist. Zwischen Bergsportjacken und Wanderausrüstung entstand für einige Stunden ein Raum für das Wesentliche: die Frage, welche Zukunft wir für unsere Landschaften wollen.







